Lebenslagen: Bürgerserviceportal Bad Wurzach

Seitenbereiche

Lebenslagen

Frühkindliche Bildung für Kinder mit Beeinträchtigung

Kinder mit und ohne Behinderung sollen - soweit immer möglich - gemeinsam allgemeine Kindertageseinrichtungen besuchen. Je nach Art und Schwere der Behinderung können eine behindertengerechte Ausstattung, zusätzliche Betreuungsleistungen und sonderpädagogische Hilfen durch Fachkräfte die inklusive frühkindliche Bildung unterstützen. Eltern können wählen zwischen einer Kindertageseinrichtung und einem Schulkindergarten für Kinder mit Behinderung.

Der Besuch des Schulkindergartens ist dann möglich, wenn das Staatliche Schulamt einen entsprechenden Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, der im allgemeinen Kindergarten nicht hinreichend eingelöst werden kann, bestätigt hat.

In den letzten Jahren entstanden verschiedene Formen der gemeinsamen Bildung, Erziehung und Förderung von Kindern mit und ohne Behinderung in Kindertageseinrichtungen und in Form von Intensivkooperation von Schulkindergarten und Kindertageseinrichtung unter einem Dach.

Ziel ist es, für das Kind eine gelungene Teilhabe an Bildung und Erziehung und am Gruppengeschehen zu sichern. Gelingt dies, werden gleichzeitig auch individuelle Förderziele erreicht, beispielsweise

  • Ausdauer und Motivation,
  • die Entwicklung von Handlungskonzepten beim Kind und
  • Fortschritte in der Wahrnehmung, Kognition, Kommunikation, Motorik und Gesamtentwicklung.

Die inklusive Pädagogik bereitet ein Lernangebot so auf, dass jedes Kind entsprechend seinen Möglichkeiten am gemeinsamen Lern- und Spielprozess kompetent beteiligt und entsprechend seinem Entwicklungsstand aktiv werden kann.

Bereits vor der Aufnahme eines Kindes in eine Kindertageseinrichtung oder in einen Schulkindergarten können Eltern von Kindern mit Behinderung Leistungen der sonderpädagogischen oder interdisziplinären Frühförderung in Anspruch nehmen. Diese kann auf Wunsch der Eltern auch im Übergang unterstützen.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Kultusministerium hat ihn am 11.11.2021 freigegeben.